Unitariertag in Kassel

„Warum nicht Frieden?“ war das Motto des Unitariertages vom 6.-9. Juni 2003 in Kassel. Das vor eineinhalb Jahren festgelegte Thema war anlässlich der nicht zu rechtfertigenden Vorgehensweisen westlicher Demokratien gegen souveräne Staaten hochaktuell geworden. Nahezu alle Unitarier, nicht nur in Deutschland, sind viel näher den Gedanken von Kofi Annan, dessen Reden zu einer Weltfriedensordnung, herausgegeben von Stephan Mögle-Stadel unter dem Titel „UNvollendeter Weg – die UNO im 21. Jahrhundert“ erschienen im Verlag Deutsche Unitarier, reißenden Absatz fanden.

Gegenüber anderen Unitariertagen stand das Gespräch in Kleingruppen zu Themen im Mittelpunkt, die aus dem Plenum heraus formuliert wurden. Auch diese drehten sich immer wieder um die zukünftige Friedenssicherung, die in der Familie beginnt, und um den Einfluss Europas auf diese Friedenssicherung. Hochaktuelle Themen, die sicherlich nicht einfach zu beantworten sind.

Übereinstimmend klang durch, dass der von den USA und England eingeschlagene Weg für nicht zielführend gehalten wird und Europa mit den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit basierend auf seiner neuen Verfassung einen anderen Weg auch in Übereinstimmung mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag finden muss.

Bleibt noch zu ergänzen, dass die Neuwahlen zum Vorstand der Unitarier im Wesentlichen zur Wiederwahl des amtierenden Vorstandes mit Eike Möller als Präsident geführt haben. Gisela Hildebrandt übernahm die Hauptkasse, Antje Paul wurde Auslandsreferentin und Manfred Tepel wurde zum Schriftführer gewählt.

 

Horst Prem
Vizepräsident