Sokrates-Studien Organisationsverein 

gründete Arbeitsgemeinschaft

„Tag der Versöhnung 1. September“

Mit seinen steten Versuchen, sich mit möglichst vielen Menschen durch Gespräche zu verständigen und zu verstehen, vertrat Sokrates eine Philosophie des Versöhnens. Unsere Gesellschaft leidet heute an zu wenig derartigen zusammenhangstiftenden Einsichten, an zu wenig Integrationswillen.

Von Sokrates können wir lernen, dass es für den einzelnen Menschen selbst gut ist, auf andere zuzugehen, einen freundschaftlichen Umgang zu pflegen und Feindschaften abzubauen. Oft genug aber liegt es an unserem eigenen Fehlverhalten, dass Freundschaften oder Ehen in die Brüche gehen. Was für die einzelnen Menschen gilt, das trifft leider ebenso für alle Arten von menschlichen Gemeinschaften zu, für Vereine, Firmen, Gemeinden, Städte, Staaten, Staatenbünde oder Religionsgemeinschaften. Ihnen allen täte es gut, an einem Tag im Jahr sich das Ziel zu setzen, sich versöhnlicher zu verhalten und es zumindest auch an diesem Tage zu tun.

Wie könnten wir Sokrates mehr ehren, als mit dem Sokrates-Jahr 2002 den Anstoß zu geben, Jahr für Jahr an einem Tag der Versöhnung uns die schlichte Weisheit des Sokrates bewusst in unsere Lebenswirklichkeit zu holen: Es ist besser, unter Freunden zu leben als unter Feinden. An diesem Tag mag sich jeder aufgerufen fühlen, dort zur Versöhnung beizutragen, wo es ihm als ganz besonders wichtig erscheint, sei es im ganz privaten Bereich, sei es mit Firmen-, Vereins- oder Parteikollegen, sei es zwischen verfeindeten Gemeinden, Städten, Ländern oder Staaten, sei es zwischen rivalisierenden Volksgruppen, Religionen oder Rassen, oder sei es zwischen gesellschaftlichen Gruppierungen, die sich, wie etwa Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Lehrer und Schüler, Männer und Frauen oder Erwachsene und Kinder durch ihre verschiedenen Interessen gegenüber stehen.

Der Tag, der im 20. Jahrhundert die größten Feindschaften heraufbeschworen und ausgelöst hat, ist der 1. Sept. 1939. Unter den Folgen dieses Tages, an dem die Deutschen in Polen einmarschiert sind, leidet die Welt noch heute. Darum sollte der Tag der Versöhnung auf den 1. September gelegt werden.

Damit der Gedanke, den Tag der Versöhnung am 1. September eines jeden Jahres festzumachen, im Bewusstsein der Menschen verankert wird, hat der Sokrates-Studien Organisationsverein am 1. September 2002 in der Universität Hamburg eine Arbeitsgemeinschaft Tag der Versöhnung 1. September gegründet. Zu diesem Zweck fand eine feierlichen Veranstaltung statt, zu der alle Sokratesfreunde sowie alle, die zu mehr Versöhnlichkeit in allen Lebensbereichen beitragen wollen, eingeladen waren. Als Einstimmung führte ein eigens für diesen Tag zusammengestelltes Orchester Händels Feuerwerksmusik auf. Danach gab es eine Einführung in den Aufgabenbereich der zu gründenden Arbeitsgemeinschaft. Zum Schluss wurde die Ringparabel aus Lessings wegweisendem Werk zu mehr Versöhnlichkeit „Nathan der Weise“ rezitiert.

 

Sokrates-Studien Organisationsverein e.V. >sosov<

1. Vorsitzender: Prof. Dr. Wolfgang Deppert, Overbeckstraße 3, 22085 Hamburg

2. Vors.: Björn Kralemann, Frerichstr.10, 24116 Kiel

Sokrates-Spenden-Konto: >sosov< Nr. 92024009, Sparkasse Kiel BLZ: 210 501 70