Integrationspolitik für alle

Mit Sorge beobachteten die Delegierten der 57. Landesversammlung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz das Erstarken rechter Parteien bei den vergangenen Kommunal- und Europawahlen.

"Das Eindringen rechten Gedankengutes in die gesellschaftliche Mitte bleibt ein bedenkliches Phänomen. Abgrenzungsversuche von politischer Seite über Diskriminierung von anderen reli- giösen Auffassungen und Kulturen, wie sie zur Erzielung von Macht inzwischen allzu gern benutzt werden, sind gefährlich, da sie nicht zu kontrollierbaren Reaktionen seitens der Wähler führen können, wenn nicht Vernunft entscheidet, sondern Gefühle wie Angst und Neid. Das Auseinanderhalten von Politik und Religion, wie durch die europäische Tradition geboten, wirkt nicht nur Konflikt eindämmend, sondern kann auch Vorbildfunktion über die Grenzen hinaus erhalten. Statt Ausgrenzung sollte eine gründliche Integrationspolitik für alle, die in Deutschland wohnen bleiben wollen, betrieben werden. Wir rufen zur Erfüllung dieser Aufgabe auf."
Einer der Tagesordnungspunkte der 57. Landesversammlung im Juni im Johannes-Ronge-Haus in Ludwigshafen waren Neuwahlen zu Präsidium und Landesvorstand. Wieder gewählt als Präsident wurde Siegward Dittmann. Neue Vize-Präsidentin ist Irmgard Kofink-Klehr als Nachfolgerin von Klaus Weller, der für dieses Amt nicht mehr kandidierte. Der weitere Landesvorstand setzt sich nach der Wahl wie folgt zusammen: Robert Adam, Marianne Bauer, Jürgen Kofink, Guido Kollmannsperger, Werner Kuntz und Klaus Weller. Ergänzt wird der Landesvorstand durch Renate Bauer (Landessprecherin), Anita Stahl (Verwaltung), Ursula Kuntz (Freireligiöser Wohlfahrtsverband Pfalz) und Sabrina Janz (Freireligiöse Jugend).

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz