Arbeit gegen ein Ende der bundesdeutschen Demokratie

Ergebnisse des 21. DFW-Seminars

Nationalökonomie, Energiepolitik und Steuerpolitik sind Drillinge. Neben Arbeit, Kapital und Boden muss auch die Energie als Faktor in die Wirtschaftstheorien einfließen. Die Beratungsgremien der Bundesregierung sind daher durch Ökonomen, Sozialwissenschaftler und Ökologen paritätisch zu besetzen.

Wir erreichen schon seit langer Zeit etwa 3 % Steigerung der Arbeitsproduktivität pro Jahr. Um die Zahl der Arbeitsplätze wenigstens halten zu können, brauchen wir ebenfalls 3 % Wachstum des Brutto-Inlandsprodukts (BIP). Jede niedrigere Wachstumsrate beim BIP vernichtet Arbeitsplätze. 3 % BIP-Wachstum sind z.Z. bei uns nicht erreichbar. Was ist zu tun? Produktivitätsfortschritt darf sich daher nicht nur auf das klassische BIP-Wachstum und damit auf die Arbeitsproduktivität beschränken, sondern muss auch einen Produktivitätsfortschritt auf dem energetischen Sektor beinhalten. Das BIP ist durch einen Erntefaktor zu ersetzen.
Durch die Besteuerung des Faktors Energie gemäß seines tatsächlichen Anteils an der Wertschöpfung ist die Besteuerung des Faktors Arbeit zu entlas-ten. Dies dient auch der Harmonisierung der europäischen Steuerpolitik, da Deutschland schon aus Gründen der Konkurrenzfähigkeit den Anteil der direkten Steuern reduzieren muss.
Die Agenda 2010 bringt keine Arbeitsplätze, sondern ist eine Methode zur Mangelverwaltung und rechtfertigt die Umverteilung von Arm zu Reich, indem sie den Opfern die Schuld für die Misere aufbürdet. Sie führt zur Radikalisierung des politischen Lebens.