Hilfe für Opfer der Tsunamikatastrophe in Indien durch DFW

Die verheerenden Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Küstenregionen in Tamil Nadu und Andhra Pradesh/Südindien konnte der Präsident des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW), Dr. Volker Mueller, am Rande seiner Teilnahme an der 5. Weltatheismuskonferenz in Vijayawada Anfang Januar 2005 erleben.

Die dramatische Situation nach der Tsunamikatastrophe hat er an der Küste der Großstadt Chennai (Madras) sowie in Fischerdörfern an der Küste des Krishna-Distrikts unmittelbar erfahren können. Viele soziale Hilfsorganisationen und der indische Staat haben wirksame erste Hilfen für die von der Katastrophe betroffenen Gebiete geleistet. Besonders betroffen sind die Küstendörfer mit ihren Fischerfamilien, die Familienangehörige, ihr Hab und Gut, ihre Boote und Netze und ihre dringend lebensnotwendigen Existenzgrundlagen verloren haben. Mit einer ersten Spende von Mitgliedern des Humanistischen Freidenkerbundes Brandenburg und der Freigeistigen Aktion für humanistische Kultur von 1275,o konnte einigen Fischerfamilien direkt geholfen werden, vor allem Fischernetze und andere Gegenstände für die Grundexistenz zu erwerben.

Obwohl wegen der frühen Morgenstunden des 26.12.2004, in der der Tsunami zuschlug, die Opferzahlen noch vergleichsweise "gering" ausgefallen waren, sind sie trotzdem in Indien im sechsstelligen Bereich und damit sehr hoch. Die an der Küste lebende Bevölkerung ist weitgehend traumatisiert. In den Gesprächen vor Ort, insbesondere in den Fischerdörfern im Krishna-Distrikt konnte Volker Mueller vielfach erleben, dass die von der Katastrophe betroffenen Familien in bitterer Not und mit ungewisser Lebensperspektive existieren. Es wird eine langfristige Hilfe zur Reorganisation und Sicherung der Lebensbedingungen der Menschen, die in der Regel sehr arm sind und nun alles verloren haben, notwendig sein. Die betroffenen Inder haben offen und frei über ihre Lebenslage gesprochen und sind dankbar, dass sich Menschen weltweit für sie interessieren. Unsere humanitäre Hilfe ist nötig!

Nachdem die ersten Hilfen für Essen und Trinken erfolgt sind, steht die Unterstützung für die Zukunft im Vordergrund. Besonders benötigt werden Schutzhäuser, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Familienhäuschen, Fischerboote und Netze. Kinder benötigen Kindergärten und Schulen, sofern sie beschädigt oder zerstört wurden. Der Humanistische Freidenkerbund Brandenburg hat angeboten, ein konkretes Projekt in einem von Volker Mueller und zwei weiteren Freidenkerinnen aus Brandenburg besuchten Fischerdorf im Krishna-District/ Andhra Pradesh langfristig zu unterstützen. Andere deutsche Verbände können sich gern anschließen. Junge Freidenker und Humanisten aus Brandenburg wollen dort arbeiten, wenn sie wahrscheinlich im Oktober d.J. in Indien sein werden.

Während dieses geplanten Besuches in Indien ist vorgesehen, projektorientierte Spendenmittel zu 100 % vor Ort zu übergeben. Auch andere freigeistige und humanistische Vereinigungen sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Unsere Tsunamihilfe soll eine langfristige Patenschaft über eine Sozialeinrichtung für Kinder und Familien bzw. ein Schutzgebäude in einem Fischerdorf begründen. Die indische Partnerorganisation ist das sehr engagierte Atheist Centre (Mitglied der International Humanist and Ethical Union, IHEU) in Vijayawada/Andhra Pradesh, das vor über 60 Jahren von Gora und seiner Frau Saraswathi gegründet wurde. Insbesondere das anerkannte Sozialwerk des Atheist Centre, Arthik Samata Mandal, ist in der Katastrophenhilfe besonders aktiv und ein anerkannter gemeinnütziger Counterpart, um die Spendengelder anzunehmen und sinnvoll vor Ort einzusetzen. Der Humanistische Freidenkerbund ist bereit, die Spenden auf seinem Konto zu sammeln und für den DFW und seine Mitgliedsverbände zu 100 % persönlich zu übergeben. Das DFW-Präsidium unterstützt diese Aktivität.

Bankverbindung für die Spenden:
Humanistischer Freidenkerbund
Konto-Nr.: 3329800
BLZ: 10020500
Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck: Indienhilfe.

Lassen wir die Menschen in der Katastrophenregion, dort in Südindien, nicht allein! Hilfe wird für einen langen Zeitraum nötig sein. Unterstützen wir das humanitäre Wirken unserer indischen Partnerorganisation vor Ort.