Krise der Ökonomie

und Verfall der Werte

Nach dem Verfall der staatlich gelenkten Verwaltungswirtschaft steht die Marktwirtschaft auf dem Prüfstand.

Die Eigeninitiative hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge und der eigenen Unternehmerschaft muss gestärkt werden. Es kommt hinzu die Gefährdung unserer Lebensgrundlagen durch unsere Industriegesellschaft. Was muss umgebaut werden, um Millionen von Arbeitslosen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückzuführen? Was ist die Alternative zur gelenkten sozialen Marktwirtschaft?

Dies waren die Themen, mit denen sich ein Seminar in der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg vom 2.-5.10.2003 beschäftigt hat.

Eigeninitiative im Gesundheitswesen stärken heißt z.B.: Arbeitnehmer müssen für Freizeitun-fälle eigene Verantwortung übernehmen; Prämien der Krankenkassen für die Gesunderhaltung sollen eingeführt werden.

Stärkung des unternehmerischen Bewusstseins heißt z.B.: Unterstützung der Initiativen zur Ich-AG; Wertschätzung der Eigenständigkeit/Eigenverantwortlichkeit für das Berufsleben durch Behandlung im Bildungssystem; Vermittlung des Rüstzeuges zur Eigenständigkeit im wirtschaftlichen Handeln bereits in der allgemeinbildenden Schule.

Gefährdung unserer Lebensgrundlagen durch den unangemessenen Verbrauch von Ressourcen durch die informationelle Industriegesellschaft: Während der letzten 130 Jahre wurde die menschliche Arbeit mit Sozialkosten belastet. Die menschliche Arbeitskraft zerfällt in geistige Arbeit und Muskelarbeit, die zunehmend mehr von „energiefressenden“ Robotern übernommen wird. Also müssen die Sozialkosten auf die Arbeitskosten und die Energiekosten im Verhältnis ihrer Produktionsmächtigkeit (20:80) verteilt werden. Die ökologische Steuerreform durch Entlas-tung der Arbeitskosten bei entsprechender Belastung der Energiekosten ist zwingend zur Beseitigung der Schieflage unseres Wirtschaftssystems.

Um geschlossene Wirtschaftskreisläufe zu erreichen, müssen die Bauern neben der Nahrungsmittelproduktion über die Biomasse in die Energiebereitstellung eingebunden werden. „More Power from the Bauer!“

Für die Seminarteilnehmer

Horst Prem