Muslimische Lehrerin darf nicht mit Kopftuch unterrichten

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften begrüßt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes (BVerWG 2 C 21.01) vom 4.7.2002, dass eine Lehrerin während des Unterrichts an einer staatlichen Schule kein Kopftuch als religiöses Symbol tragen darf. Dieses Urteil ist ein weiterer Meilenstein, die Neutralitätspflicht des Staates im Schulwesen klarer zu definieren und zu unterstreichen.

In Bayern wird diese Neutralitätspflicht nach wie vor durch das Schulgesetz der Staatsregierung verletzt: Kruzifixe haben nichts in öffentlichen Gebäuden wie der Schule zu suchen. Gleichzeitig steht auch in Frage, ob das Tragen eines Kruzifixes oder anderer religiöser Symbole um den Hals einer Lehrerin während des Unterrichts nicht ebenso rechtswidrig sei.

Der DFW ruft die Eltern betroffener Kinder auf, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, religiöse Symbole, welcher Religion auch immer, aus den Klassenräumen entfernen zu lassen. Der Neutralitätspflicht des Staates würde es entsprechen, eine integrative lebenskundliche Werteerziehung in der Schule zu gestalten und alle Einflüsse, die nur eine Religion hervorheben, von der staatlichen Schule fern zu halten.