Neues Miteinander für eine bessere Welt

Kongress in Reit im Winkl

Der Initiator dieses Kongresses, Herr Dr. Vladimir Svitak, hat deutlich gemacht, dass es ihm im Nachgang zu den Ereignissen des 11. September 2001 darum geht, „durch eine Solidar- und Kulturgemeinschaft die Weltzerstörung zu stoppen“. Das mag dem einen oder anderen überholt klingen, aber der Ende Oktober in Reit im Winkl stattgefundene Kongress zum Thema „Neues Miteinander: Wissenschaft, Kunst und Religion für eine bessere Welt“ blieb mit seinen Forderungen auf dem Boden der Tatsachen.

Dazu trugen vor allem Jacob von Uexküll, der Stifter des Alternativen Nobelpreises, und Dr. Franz Alt bei, der anhand seines neuen Buches „Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“ eine Vision einer neuen Welt entwarf.

Als roter Faden zog sich durch den Kongress die Bedrohung der Bürgergesellschaft, die nur noch als Konsumgesellschaft begriffen wird und in der demokratische und soziale Werte hinderlich für die Marktentwicklung zu sein scheinen. Dies ist das von der World Trade Organization (WTO) vorgezeichnete Globalisierungsszenario, gegen das sich immer mehr Widerstand formiert. Uexküll entwickelte dagegen seine Idee vom Weltzukunftsrat, der seinen Sitz einmal in Salzburg haben solle.

Der DFW und die Unitarier hatten die Schirmherrschaft für diesen Kongress mit übernommen. Vertreten waren der DFW durch seinen Präsidenten Dr. Volker Mueller und seinen Vizepräsidenten Horst Prem sowie durch den Präsidenten der Deutschen Unitarier Eike Möller.

Unsere schon verschiedentlich erhobenen Forderungen, wenigstens in der jetzt zu konzipierenden Verfassung der EU die Menschenrechte über die Souveränitätsrechte der Staaten zu stellen und endlich eine integrative Werteerziehung für alle in der Schule zu realisieren, fanden weithin Beachtung. Sie stellen den Bürger mit seinen originären Rechten und nicht den Markt in den Mittelpunkt.

Die Kongressergebnisse sollen in einem Abschlussdokument zusammengefasst werden.