Tagung 2003 des IBKA zu

Schlussfolgerungen aus der Säkularisation

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) findet in der Frankenakademie Schloss Schney in Lichtenfels statt.

Nachdem in Berlin und München kürzlich wichtige Veranstaltungen stattfanden, welche die historische Bedeutung und die politischen Folgen des Reichsdeputationshauptschlusses bzw. der Säkularisation aufgearbeitet haben, will der IBKA nun zusammen mit Vertretern anderer Verbände erörtern, welche – vielleicht unterschiedlichen? –  praktischen Konsequenzen sich daraus für die künftige Arbeit der säkularen Verbänden ergeben könnten.

Mögliche Fragestellungen lauten: Vor welche Herausforderungen stellt die anhaltende Säkularisation? Welche Veränderungen ergeben sich im europäischen Integrationsprozess (EU-Erweiterung in Osteuropa, Kirche und Staat in Tschechien, Polen u.a., EU-Verfassung und Grundrechtecharta)? Welche Interessen haben säkulare Menschen heutzutage, und ist das Angebot der sich säkular verstehenden Verbände dafür wirklich adäquat?

Nach der formalen Mitgliederversammlung mit Berichten und Wahlen findet eine offene Tagung zusammen mit Vertretern anderer Verbände statt. Einem gemeinsamen Workshop „Säkularisation, Säkularisierung, Säkularität“ folgen eine Arbeitsgruppe zum Thema „Die starren Verhältnisse zum Tanzen bringen?“ (Neue Perspektiven der Arbeit säkularer Verbände im Umfeld von Staatskirche und Marktreligionen etc.) sowie ein Fachtreffen der Redakteure/Herausgeber/Verleger von Medien/Publikationen der säkularen Verbände. Am Sonntag gibt es drei parallele Workshops: „Entkonfessionalisierung des Schulwesens – Werteerziehung für alle?“, „Kirchliches Arbeitsrecht und Grundrechte“ sowie „Reichsdeputationshauptschluss, Reichskonkordat und Staatsleistungen“.

Anmeldung bei: IBKA e.V., Postfach 1745, 58017 Hagen. Weitere Informationen gibt es bei: Rudolf.Ladwig@t-online.de.

Siehe auch: http://www.ibka.org/artikel/rundbriefe03/schney.html