DFW-Präsidium tagte

Auf der letzten Sitzung des DFW-Präsidiums wurden ausführlich die gegenwärtige internationale Lage und die Gefahren eines Krieges gegen den Irak erörtert.

Dabei wurde einmütig festgestellt, dass die USA-Administration den schwierigen Friedensprozess im Nahen und Mittleren Osten einseitig durch Kriegspläne infragestellt und die so wichtige Koalition gegen den internationalen Terrorismus damit gefährdet. Die Kriegsvorbereitungen durch die USA wurden scharf kritisiert und als ungeeignete Mittel zur Sicherung von Menschen- und Freiheitsrechten und Demokratieentwicklung eingeschätzt. Allein die UNO kann mit der Durchführung der schon beschlossenen Maßnahmen zu einem ausgewogenen Vorgehen beitragen, das zur Lösung internationaler Konflikte notwendig ist. Hier endet auch eine Solidarität, wenn Kriegsabenteuer und unabgestimmte militärische Maßnahmen durch G. Bush begonnen werden sollten.

Der DFW hat sich sodann mit den aktuellen Problemen der Hochwasserkatastrophe durch Donau und Elbe in mehreren Bundesländern beschäftigt und schnelle konkrete Hilfe durch Staat und Hilfsorganisationen angemahnt. Auch die freigeistigen Verbände tragen dazu bei, die dramatische Situation in den Flutgebieten zu lindern. Dafür wurden erste Hilfskonvois mit Lebensmitteln und Kleidern in Krisenregionen durchgeführt und werden Geldspenden gesammelt.

Das Präsidium befasste sich mit einer Reihe von Fragen der weiteren Kooperation innerhalb des DFW und mit anderen freien Verbänden auf nationaler und internationaler Ebene. Die Vorbereitung der DFW-Hauptversammlung, die am 12. und 13.10.2002 in Dresden stattfinden wird, führt zu einer selbstkritischen Analyse der Arbeit. Eine Bilanz der bisherigen Tätigkeit wird mit der Herausarbeitung gemeinsamer Schwerpunkte für die nächsten Jahre z.B. in der Öffentlichkeits- und Medienarbeit, in der Menschenrechtspolitik und in der Bildungs- und Sozialpolitik zur Sicherung der Interessen kirchenfreier Menschen verbunden werden.

Für das Jahr 2004 hat der DFW das Ludwig-Feuerbach-Jahr ausgerufen, das anlässlich seines 200. Geburtstages den großen deutschen Philosophen und Religionskritiker würdigen wird.