Neuer Kruzifix-Streit bei bayerischer Justiz anhängig

Das Kruzifix in bayerischen Klassenzimmern beschäftigt seit kurzem wieder die Justiz. Vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht in München begann die Berufungsverhandlung zur Klage eines 47jährigen Lehrers aus Pfaffenhofen, der nicht mehr unter dem Kreuz unterrichten will. Er fühlt sich mit Recht in seiner Gewissens- und Glaubensfreiheit eingeschränkt. Der Pädagoge beruft sich dabei auch auf das aufsehenerregende Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1995, das die bayerische Praxis als mit der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit unvereinbar bezeichnet hatte.

Der DFW unterstützt das Anliegen der verletzten Glaubens- und Geistesfreiheit des klagenden Lehrers und der endlich zu vollziehenden Trennung von Kirche und Schule auch im Freistaat Bayern. Religiöse Symbole nur einer Religionsgemeinschaft dürfen nicht privilegiert in staatlichen Institutionen präsentiert werden.

Kruzifixe gehören nicht in die Schule.