Miteinander leben lernen

Anknüpfend an die Helenenauer Erklärung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) vom 16. März 1997 stellt das DFW-Präsidium im Ergebnis der Fachtagung Werteerziehung in der Schule vom 28. bis 30.9.2001 in Helenenau bei Berlin fest:
- „Ethik“, „Werte und Normen", „Lebensgestaltung/Ethik/Religionskunde", „Philosophie" und „Philosophieren mit Kindern" sind bekenntnisfreie Unterrichtsfächer, die in den verschiedenen Bundesländern einen ganz unterschiedlichen Status haben.
- Ein bekenntnisfreier Unterricht steht nicht in Konkurrenz zum Bekenntnisunterricht, der unter anderem als konfessioneller Religionsunterricht und humanistische Lebenskunde erteilt wird.
- Der bekenntnisfreie Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler stellt die integrativ-dialogische Auseinandersetzung mit wichtigen Lebensfragen in den Mittelpunkt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeiten erwerben zu gegenseitiger Toleranz, Lösung von Konflikten, Kritik, Nachdenklichkeit und eigenem Urteilen.
- In einem solchen Pflichtfach sollen die Schülerinnen und Schüler bewusst nicht nach religiös-weltanschaulichen Bindungen getrennt werden.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) sieht diesen Unterricht als wesentliches Element zur Integration von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen in unserer Gesellschaft. Zur Erhöhung der Integrationsfähigkeit unseres Gemeinwesens Bundesrepublik Deutschland plädiert der DFW für die bundesweite Einführung eines derartigen Unterrichtes.


Dr. Volker Mueller (Präsident)
Horst Prem (Vizepräsident)