Zur konstituierenden Sitzung 
des Nationalen Ethikrates

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. protestiert mit allem Nachdruck gegen die Nichtvertretung der kirchenfreien Bürger im Nationalen Ethikrat.

In den Nationalen Ethikrat der Bundesregierung sind neben den Experten der Wissenschaft Vertreter der Kirchen berufen worden. Ein Drittel der Bevölkerung der Bundesrepublik gehört keiner christlichen Kirche an. Umfragen ergaben, dass ca. 50 % der Bevölkerung die Gottesvorstellung der Kirchen nicht mehr zur Grundlage ihres Wertesystems machen. Ohne Vertretung der kirchenfreien Bürgerinnen und Bürger kann deshalb von einer ausgewogenen Besetzung des Nationalen Ethikrates, wie es der Bundeskanzler forderte, nicht die Rede sein.

Der DFW hält es für unverantwortlich, bei derart wichtigen Zukunftsfragen wie der Nutzung der Bio- und Gentechnik die Meinung eines großen Teils der Bevölkerung durch Nichtbeachtung zu diskriminieren. Er fordert aus Gründen der Gleichberechtigung einen Vertreter der kirchenfreien Bevölkerung im Nationalen Ethikrat.

Prof. Dr. Helmut Kramer