Für die Erhaltung 
der Lebensgrundlagen


Fakten
- Sechs Milliarden Menschen auf unserem Planeten müssen mit den vorhandenen Ressourcen auskommen. 75 % dieser Ressourcen werden alleine von 1,1 Milliarden Menschen in den Industrieländern verbraucht. Die verbleibenden 25 % teilen sich 4,9 Milliarden Hungernde in den unterentwickelten Ländern.
- 84 Länder stimmten im Kyoto-Protokoll von 1997 überein, darunter alle Industrienationen, dass Klimaänderung ein Problem darstellt und die CO2-Emissionen reduziert werden müssen.
- 1998 war das heißeste Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnungen Mitte des letzten Jahrhunderts, und die letzten 20 Jahre waren wärmer als der langfristige Durchschnitt. Die 10 wärmsten Jahre stellten sich seit 1983 ein, davon sieben ab 1990! (World Meteorological Organization, 1999).
- Eisproben zeigen eine Steigerung der CO2-Konzentration um 80 ppm in den letzten 200 Jahren, während der Anstieg in den vorausgegangenen 7000 Jahren seit der letzten Eiszeit 25 ppm betrug. (Richard Alley, Geologist, Pennsylvania State University, 1999).
- Das ist die Ausgangssituation zu Beginn des 21. Jahrhunderts!

Konsequenzen
Wir müssen unseren Lebensstil in den Industrienationen ändern und eine gerechtere Verteilung der Ressourcen zulassen.
Je früher wir uns darauf einstellen, um so eher sind kriegerische Konflikte um die Ressourcen zu vermeiden. Selbst wenn uns in einer neoliberalen Marktwirtschaft die Energiekonzerne heute billigeren Strom versprechen, gibt es keine Alternative
zum Energiesparen,
zu konsequenter Nutzung der Sonnenenergie,
zu Investitionen in regenerative Energiewandlung,
um zu einer Vorsorgepolitik zu kommen, die kriegerische Konflikte vermeidet und langfristig zu einer gerechteren Ressourcenverteilung führt.
Es geht darum, alle technischen und politischen Anstrengungen zu unternehmen, um eine Industriestruktur zu schaffen, die im Einklang mit unseren Lebensgrundlagen steht.
Es geht darum, das Engagement der Bevölkerung für eine Politik der Erhaltung der Lebensgrundlagen zu gewinnen, die zukünftigen Generationen Bedingungen einräumt, wie wir sie vorfanden, und wie es in der AGENDA 21 in Rio von 170 Nationen beschlossen wurde. Keine Generation vor uns hat nachfolgenden Generationen Bewachungsaufgaben von 96000 Jahren, z.B. für Abfall aus der Nukleartechnik, überlassen!

Forderungen
- Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) fordert in Übereinstimmung mit dem GG Artikel 20a eine Energiepolitik, die endlich die Sicherung unserer Lebensgrundlagen gleichwertig neben marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigt.
- Der DFW fordert eine Steuergesetzgebung, die Industriestrukturen begünstigt, die im Einklang mit dem Erhalt der Lebensgrundlagen stehen und eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft entstehen lassen.


Horst Prem, Vizepräsident