Ergebnisse des Pfingstseminars 
in Klingberg
/ 9.-12.6.2000
„Was man in Deutschland glauben darf“

1. Die durch ethnische und kulturelle Pluralisierung notwendig gewordene Änderung des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts macht es erforderlich, auch eine Reform des konfessionellen Religionsunterrichts in Richtung eines integrativen lebenskundlichen Unterrichts vorzunehmen. Eine Änderung des Artikels 7(3) des Grundgesetzes ist daher unumgänglich.

2. Die freigeistigen und humanistischen Organisationen in den Bundesländern sollen Staatsverträge mit ihren Landesregierungen zur Förderung der kulturellen Arbeit abschließen. Hierdurch soll der Gleichstellungsauftrag nach dem Grundgesetz erfüllt werden.

3. Das von Adolf Hitler am 20.7.1933 unterschriebene Reichskonkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich, dessen Rechtsnachfolger die Bundesrepublik ist, ist zu kündigen. Es ist eine Zumutung für das wiedervereinigte Deutschland mit einem Vertrag und insbesondere dessen Geheimanhang leben zu müssen, der zur internationalen Aufwertung des Hitlerregimes und in letzter Konsequenz zu Weltkrieg und zur Teilung Deutschlands führte. Eine Notwendigkeit für die Fortdauer dieses einzigen noch gültigen Hitlervertrags für die Bundesrepublik wird auch deshalb nicht gesehen, weil die Kulturhoheit ohnehin bei den Bundesländern liegt.

Für die Seminarteilnehmer:
Dr. Volker Mueller, Ernst Mohnike, Horst Prem